Kinderinitiative Kurze Beine – Kurze Wege

„KIKUBE-KUWE“  traf sich in Klein-Umstadt

U3-Kinder aus allen Stadtgebieten trafen sich am 1. April in Klein-Umstadt um die „Kinderinitiative Kurze Beine – Kurze Wege“ kurz „KIKUBE-KUWE“ aus der Taufe zu heben. Sprecher Joa Drüggebäga (Heubach, 3 Jahre) begrüßte die Kleinsten mit dem Zuruf „Die mache was mir wolle!“ im Bürgerhaus in Frau-Nauses und forderte den sofortigen Ausbau für die Betreuung seiner 1- 3 jährigen Kameraden. Auch die Mädchen könnten mitmachen. Um die Interessen der Groß-Umstädter 350 Kleinsten besser vertreten zu können hatte er zur Gründung von „KIKUBE-KUWE“ aufgerufen und alle kamen.

Zuerst wurden die Formalien einmütig abgestimmt. Die natürlich anwesenden Eltern der Initiativkinder erhielten zwar Rederecht, durften aber nicht abstimmen.

Stimmrecht erhielten aber auch die Kinder, bzw. deren Elternvertreter, die noch geplant oder schon unterwegs sind. Notwendig wurde die Gründung von KIKUBE-KUWE, da die Großen im Rathaus (GiR) nach Meinung der Kleinsten, immer noch nicht rechtzeitig genügend Betreuungsplätze für die Kleinsten geschaffen haben. Die GiR wussten schließlich seit 2006, dass die Kleinsten unter 3 Jahren bis August 2013 einen Platz garantiert bekommen. Dafür war Geld da, doch in den vergangenen 7 Jahren ist nicht viel geschehen. Manche Kameraden wollen jetzt klagen, von wegen „Betreuungsplatzgarantie“! 7 Jahrelang, gab es auch einen „Bambini“-Topf von einem Koch in der Hauptstadt um die Interessen der Kleinen und Kleinsten mit Talern zu unterstützen. Doch geschehen ist nicht genug. Rund 6 Hände voll (beide Hände) an Plätzen fehlen immer noch. Beschlossen wurde in der Versammlung, das es jetzt reicht!

Man fordert die gleichen Rechte für alle unter und über Dreijährigen, auch in den Ortsteilen. Weiterhin einigte man sich auf folgende Forderungen:

1. Die Kleinsten von 12 Monaten bis 3 Jahren sollen vor Ort in ihrem Stadt-bzw. Ortsteil nach dem Prinzip „Kurze Beine-Kurze Wege“ betreut werden. Hier fordert man den Erhalt der Kindergärten in Richen, Klein-Umstadt und Kleestadt für die Betreuung der Kleinsten. Mitten drin. Und natürlich den Ausbau für U 3 auch in Wiebelsbach.

2. Mehrheitlich beschloss man für die „Spielkreis-Kinder“ der Kernstadt sofort die benötigten 8 Räume in der Wendelinus Schule bzw. der alten Sprachheilschule für die Kleinsten umzubauen. Die Fahrzeiten mit dem Auto (alle werden gefahren) wären schließlich auch nur 3-4 Minuten länger als nach Richen! Und die Räume wären bezahlbar schon da, und nicht erst in 3-4 Jahren! 6 Gruppen schon 2013 sind möglich!

Und dann das Außengelände: Bach, Hügel, Obstbäume, Gänse, Schafe, Wiese, Sportplatz….

3. Für die Ü 3 Betreuung sei man ja eigentlich noch nicht zuständig, wolle aber deren Forderung, nach einem leichteren Übergang vom Kindergarten in die Grundschule unterstützen. Und zwar überall. Nicht nur in Semd und an der Ernst-Reuter-Schule. Sondern auch für die Kinder in Richen, Kleestadt und Klein-Umstadt! Man wolle, dass die Kinderinsel mit der Betreuung der Schulkinder in die Räume der Schule in Klein-Umstadt umzieht.

4. Nicht ganz neu ist die Forderung nach längeren Öffnungszeiten mit Mittagessen für alle Kindergärten überall. Überraschen kann „KIKUBE-KUWE“ mit dieser Forderung nicht, das geschah mit Absprache der Eltern und schließlich ist Wahlkampf!

5. Und weil man sich in Klein-Umstadt traf, stimmten die überzeugten Kleinen für das gemeinsame Konzept der Klein-Umstädter Kindergärtnerin und der Schulrektorin, das eine Verlegung des Ü 3 Kindergartens an die Schule fordert, die U 3 im alten Kindergarten entsteht, die Schulkindbetreuung in der Schule stattfindet und endlich das Familienzentrum auf den Weg gebracht wird.

Gestört wurde die Versammlung von Anhängern des Bürgerhauses, die als es um die Finanzen ging meinten, man wäre schließlich zuerst da gewesen und viele Kinder seien ja noch gar nicht da!

Der Sprecher von „KIKUBE-KUW“, Joa Drüggebäga appellierte zum Schluss an die Großen im Rathaus (GiR) endlich schnell vor Ort Plätze für die Kleinsten zu schaffen.

René Stieme (Ü30)
Stadtverordneter

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