Die Genossenschaft als Einstieg in die Erneuerbaren Energien

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Eine große Mehrheit der Deutschen geht davon aus, dass ein breiter Ökostrom-Mix die Atomenergie in Deutschland ersetzen kann. 90 Prozent der Befragten vertrauen darauf, dass umweltfreundliche Kraftwerke die entstehende Versorgungslücke schließen werden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 Bundesbürgern, die im Auftrag von LichtBlick, einem Anbieter von Ökostrom,  durchgeführt wurde. Fast jeder zweite Bundesbürger (49 Prozent) hält Windenergie für eine tragende Säule der künftigen Energieversorgung. Je 40 Prozent der Befragten setzen zudem auf Sonnenkollektoren und Wasserkraft.

Die Umfrage ergab zudem, dass 70 Prozent der Deutschen die Atommeiler schneller als Bund und Länder abschalten wollen. 41 Prozent halten einen Ausstieg bis 2015 für möglich, weitere 29 Prozent spätestens bis 2020.

Nun sind die befragten Menschen in der Regel keine Energieexperten und haben sich mit den Details von Erzeugung, Transport und Speicherung von Strom nicht befasst, genau wie die meisten von uns. Sie haben gesehen, wie rasant die Entwicklung in der Branche verläuft, wenn erst mal die politischen Weichen gestellt worden sind. Von der rot-grünen Bundesregierung kam im Jahr 2000 das Erneuerbare Energien Gesetz und löste einen nie dagewesenen Boom bei Photovoltaik und Windkraft aus. Der Anteil von regenerativ erzeugtem Strom war immer größer als die Politik im Voraus geschätzt hatte. Wenn jetzt alle Parteien für den Umstieg sind, vertrauen die Menschen darauf, dass unsere Ingenieure auch schnell Lösungen für die vorhandenen Probleme entwickeln werden.

Was können wir in Groß-Umstadt dafür tun? Die Stadt kann und muss mit gutem Beispiel vorangehen und ihre Bürgerinnen und Bürger motivieren, mit zu gehen. Die Grünen haben einen Antrag in der Stadtverordnetenversammlung gestellt, dass bei allen Sanierungsmaßnahmen kommunaler Gebäude, die Sanierung grundsätzlich so erfolgen soll, dass die Gebäude anschließend klimaneutral bewirtschaftet werden können.

Wer privat Sanierungsmaßnahmen für sein Haus plant, steht vor derselben Fragestellung. Investitionen in eine Fassadensanierung oder eine neue Heizungsanlage reichen 20 Jahre oder mehr in die Zukunft. Bei der Frage, wie sich die Investition in klimaneutrale Technik sich amortisiert, kann Ihnen der Energieberater der Stadt Groß-Umstadt helfen. Die Stelle des Energieberaters war übrigens ein Ergebnis des Energiekonzeptes von 1998, das im Rahmen des Brundtland-Wettbewerbs vom Ökoinstitut erstellt worden ist.

Gemeinsam werden wir auch die Fragen der Stromerzeugung voranbringen. Die Sonne strahlt täglich ein Vielfaches der Energie, die wir verbrauchen, auf die Fläche ein. Wir können sie direkt durch Photovoltaik oder indirekt durch Wasser, Wind und Biomasse in Strom umwandeln. Der Vorteil liegt in der Dezentralität. Zum einen wird der Strom in der Nähe der Verbraucher erzeugt, zum anderen bleibt die Wertschöpfung in der Region.

Ein gutes Beispiel für eine Organisationsform stellt die Genossenschaft dar. Wir haben Emil Lauerwald von der Energiegenossenschaft Starkenburg eingeladen, um uns das Modell vorstellen zulassen. Dafür laden wir zu einem Erneuerbaren Energie Stammtisch am Montag, den 1. August um 19.30 Uhr in das Gasthaus „Zum Lamm“ in Groß-Umstadt ein. Wer sich vorab über die Energiegenossenschaft informieren will, findet sie im Internet: http://www.energiestark.de/.

Ich freue mich auf Ihr Kommen.

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