Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Umstadt GRÜN! für Juli, 2009.
- Erneuerbare (22)
- Fluss (3)
- Land (6)
- Stadt (56)
- Stadtverordneten (6)
- 17.2.2012: Nebelkerzen beim Holzklau
- 6.2.2012: Holzdiebstahl - Antwort des Bürgermeisters
- 19.1.2012: Zum 1. Bürgerforum "Energie"
- 19.1.2012: Offener Brief an Karl Dörr
- 9.1.2012: Holdiebstahl im Groß-Umstädter Wald
- 18.12.2011: 5,8 Millionen Defizit im Haushalt
- 17.12.2011: Rede von Christian Flöter zur Amtseinführung von Bürgermeister Ruppert am 16.12.2011
- 7.12.2011: Neuer Vorstand gewählt
- 23.11.2011: Runder Tisch Gesundheitsversorgung
- 17.11.2011: Bürgerhaus Klein-Umstadt - Eine unendliche Geschichte?
- Februar 2012
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Dezember 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- Juni 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
Archive für Juli 2009
Bitte die Bürgerinnen und Bürger nicht für Dumm verkaufen!
26.7.2009 von Christian Flöter.
Die Umstädter FDP will Bürger nicht für dumm verkaufen und erklärt, “dass der Bau von Windrädern über dem Raibacher Tal kein Gramm CO2 einspart.” Sie beruft sich dabei auf ein Artikel der in Spiegel-online erschienen ist. Wer sich die Mühe macht, diesen Artikel zu lesen, der wird feststellen, dass unter einer reißerischen Überschrift fröhlich Äpfel mit Birnen verglichen werden.
Rein physikalisch wird bei der Erzeugung von 1 kWh Strom in von einer Windkraftanlage deutlich weniger CO2 freigesetzt als bei einem Kohlekraftwerk. Bezieht man die Herstellung der Kraftwerke, ihren Betrieb und ihre anschließene Entsorgung mit ein so “erzeugt” ein Windkraftwerk zwischen 8 und 57 g CO2 pro Kilowattstunde, eine Kohlekraftwerk dagegen zwischen 750 und 1280 g/kWh. Die Differenzen beruht auf unterschiedlichen Berechnungsarten; eine Zusammenfassung finden Sie im Internet unter http://www.buerger-fuer-technik.de/body_co2-bilanz_stromerzeugungsanla.html.
Wie kommt der Spiegel zu seiner merkwürdigen Behauptung? Er betrachtet den Handel mit CO2-Verschmutzungszertifikaten europaweit und kommt zu dem Schluss, dass das von Windkraftanlagen hier eingesparte CO2 (sie sparen also doch!) in einem anderen Land der europäischen Union durch Kohlekraftwerke zusätzlich herausgeblasen werden kann.
Das Problem an dieser Argumentation ist, dass man Windkraftwerken etwas zuschreibt, was man eigentlich der Politik zuschreiben muss. Nicht der Windzubau ist das Problem, sondern das zu lasche CO2 Ziel, dass der Spiegel einfach als gottgegeben sieht. Bei ehrgeizigen CO2 Zielen, die die Klimaerwärmung auf 2° begrenzen würden, wäre die Windförderung überflüssig. Folglich ist die Kritik am CO2-Handel zu üben, der eine ineffiziente Förderung von Wind notwendig macht, während Wind eine relativ günstige Möglichkeit ist den Klimawandel zu bekämpfen. Und natürlich: Aufgrund der technisch-naturwissenschaftlichen Gegebenheiten spart Wind CO2 ein. Alles andere verkauft die Bürgerinnen und Bürger für dumm!
Die FDP auf Bundeseben ist da schon weiter als ihre Umstädter Mitglieder. In ihrem Bundestagswahlprogramm schreibt sie: “Der deutliche Ausbau erneuerbarer Energien und die Förderung von Energiespeichertechniken leisten einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Versorgungssicherheit Deutschlands. Er bietet zugleich die Grundlage für die weitere technologische Entwicklung und die Technologieführerschaft deutscher Unternehmen in diesem Sektor.” und weiter: “Um erneuerbare Energie auch aus den Quellen Wind und Sonne zu einer jederzeit verfügbar sicheren Energiequelle zu machen, brauchen wir völlig neue Formen der Energiespeicherung, zum Beispiel Druckluftspeicher oder Fahrzeuge mit Elektroantrieb.” Die Tatsache, dass mit finanziellen Investitionen in Windkraft- und Solaranlagen auch Geld verdient werden kann, gilt bei der FDP außerhalb Groß-Umstadts nicht als anrüchig.
Vielleicht lesen die Umstädter FDP-Verantwortlichen mal ihr eigenes Wahlprogramm und hören auf, die Bürgerinnen und Bürger aus naheliegenden populistischen Gründen für Dumm verkaufen zu wollen. Bei dem von allen Parteien im Bundestag getragenen Ziel, den Temperaturanstieg durch den Klimawandel auf 2 Grad zu begrenzen, sind noch viele Probleme zu lösen. Dazu gehört auch die unsinnige Ausgestaltung des CO2-Handels. Da das Problem im Ansatz erkannt ist, engagieren Sie sich in Ihrer Partei doch für einen deutlichen Preisanstieg für die Zertifikate, damit die Stromwirtschaft schneller auf erneuerbare Energien wie Sonne, Wind und Biomasse umgestellt wird.
Geschrieben in Erneuerbare | Keine Kommentare »
Ökostromst du schon oder zahlst du noch an die Atomindustrie?
21.7.2009 von Christian Flöter.
Deutsche Haushalte müssen statistisch umso mehr für ihren Strom bezahlen, je größer der Atomstromanteil im Strommix ihres Versorgers ist. Das ist das überraschende Ergebnis eines repräsentativen Preisvergleichs von über hundert Stromtarifen im ganzen Bundesgebiet. Dabei gilt der Anstieg des Strompreises mit dem Atomstromanteil gleichermaßen für Jahresstromverbräuche der Haushalte von 1.000, 3.000 oder 5.000 Kilowattstunden (kWh). „Unser Preisvergleich widerlegt die von den Atomkraftwerksbetreibern und ihren Lautsprechern in der Politik ständig wiederholte Behauptung, Atomstrom sei für die Kunden billiger, als Propagandalüge“, sagte der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH), Rainer Baake.
Mit dem letzten Störfall des AKWs Krümmel ist die Sicherheit der Atomkraftwerke rechtzeitig vor der Bundestagswahl wieder in die öffentliche Aufmerksamkeit gerückt. Dabei steht das AKW Krümmel erst auf Platz 7 der Pannenstatisitk deutscher Atomkraftwerke. Auf Platz 1 steht das AKW Brunsbüttel, gefolgt von Neckarwestheim, Biblis A und Biblis B.
Der Reaktor Biblis B sollte die Tage wieder angefahren werden. Das wurde gestoppt, da er aber nach wie vor nicht gegen die Art Störfall abgesichert ist, der sich 1992 im schwedischen Atomkraftwerk Barsebäck ereignet hat. Nach einem Leck im Primärkühlsystem waren Teile der Rohrisolierungen in das Kühlwasser gerissen worden und verstopften die Siebe der Notkühlpumpen. Das kann im Störfall zu einer Havarie des Reaktors mit Freisetzung großer Mengen Radiaktivität führen.
Mit einem Wechsel zu einem Ökostromanbieter kann jeder Verbraucher seinen persönlichen Atomausstieg erklären. Wie es geht findet sich einfach erklärt im Internet unter www.atomausstieg-selber-machen.de
Als neuer Ökostrom-Kunde und Atomaussteiger wollen Sie natürlich, dass Ihr Geld nicht mehr zu Atomkonzernen fließt, sondern für den Ausbau erneuerbarer Energien verwendet wird. Sonne, Wind und Wasser sind die Energien der Zukunft und liefern schon heute mehr als 15 Prozent des Stroms, der in Deutschland verbraucht wird. Atomausstieg selber machen hat drei Kriterien für Ökostrom aufgestellt, die bisher nur von vier Unternehmen (Lichtblick, Naturstrom AG, Greenpeace Energy und Elektrizitätswerke Schönau) erfüllt werden:
Unabhängigkeit
Es besteht keine eigentumsrechtliche Verflechtung mit einem Stromkonzern der Atom- oder Kohlekraftwerke betreibt oder mit Strom aus diesen Quellen handelt.
Ökostrom
Es wird ausschließlich “grüner Strom” geliefert. Der Strommix (wie er in der gesetzlich vorgeschriebenen Stromkennzeichnung angegeben ist) muss mindestens zur Hälfte aus erneuerbaren Energien stammen. Höchstens 50 Prozent dürfen aus Kraft-Wärme-Kopplung mit Erdgas stammen.
Bundesweit verfügbar
Alle Stromkunden in Deutschland müssen zu den genannten Anbietern wechseln können.
Das bedeutet eine dreifache Sicherheit für Sie:
1. Sicher gegen Atomkraft und Klimawandel, da sich die vier Ökostromanbieter aktiv mit ihren Mitteln gegen gefährliche Atomkraft und für Klimaschutz engagieren.
2. Sichere Stromversorgung - Die physikalische Stromversorgung, also der “Strom aus der Steckdose”, fließt so sicher wie gewohnt. Die Ökostromanbieter nutzen (natürlich) das allgemeine Stromnetz. Eventuelle Störungen werden von dem lokalen Netzbetreiber behoben. Die Kosten hierfür sind durch die monatliche Grundgebühr gedeckt.
Dem Strom sieht man es natürlich nicht an, ob er durch Windkraft oder im Atomreaktor erzeugt worden ist. Aber in der Gesamtbilanz müssen die Betreiber zu jedem Zeitpunkt nachweisen, dass sie mehr Ökostrom ins Netz eingespeist haben, als sie an ihre Kunden geliefert haben. Bei wachsendem kundestamm bedeutet das, das ständig in neue Anlagen investiert werden muss. Damit leistet jeder Kunde eines der 4 Ökostromanbieter einen aktiven Beitrag gegen Atomkraft du für Klimaschutz.
3. Sicherheit und Fairness für Sie, denn es gibt keine Wechselgebühren oder versteckte Kosten. Alle Ökostromanbieter haben keine oder nur eine kurze Mindestvertragslaufzeit (maximal drei Monate). Die Kündigungsfrist beträgt jeweils vier bis sechs Wochen zum Monatsende. Bei unabhängigen Verbraucherempfehlungen (z.B. Stiftung Warentest, Verivox-Kundenbewertung) erhalten alle vier Unternehmen insgesamt gute und sehr gute Bewertungen für den Kundenservice. In der Vergangenheit sind auch die Strompreise von allen vier Ökostromanbietern langsamer gestiegen als der durchschnittliche Strompreis (für Privatkunden) in Deutschland.
Also: Ökostromst du schon - oder zahlst du noch an die Atomindustrie?
Geschrieben in Erneuerbare | Keine Kommentare »
Wind of Change
21.7.2009 von Christian Flöter.
Bei der jetzt einsetzenden Diskussion um die weitere Nutzung der Atomkraft fühle ich mich an das Lied der Scorpions aus dem Jahre 1990 erinnert: „Listenig to the wind of change“. Wenn ich dem Rauschen im Blätterwald der Zeitungen lausche, höre ich auch den Wind der Veränderung: für die Atomkraft.
«Das Kraftwerk Krümmel kann nur dann weiterlaufen, wenn die sicherheitsrelevanten Voraussetzungen des Atomgesetzes wieder erfüllt sind», sagte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla am Montag in Berlin (Süddeutsche Zeitung 14.7.09). Zur Erinnerung – Pofalla ist der Erfinder, der uns Atomstrom als Ökoenergie verkaufen wollte.
“Die Dummheit der Energiekonzerne in ihrer Kommunikation ist kaum noch beschreibbar”, sagte Roland Koch dem “Hamburger Abendblatt”. Betreiber, die sich verhielten wie Vattenfall in Krümmel, würden “unfreiwillig selbst zu den größten Gegnern der Kernkraft”. (Financial Times Deutschland, 11.07.2009). So kennen wir unseren Ministerpräsidenten, immer einen flotten Spruch auf der Lippe.
Die FDP ist bei anhaltenden Sicherheitsmängeln für die Abschaltung des Atomkraftwerks Krümmel in Schleswig-Holstein. Wenn ein Betreiber sein Kernkraftwerk nicht sicher betreiben könne, dann müsse ihm die Betriebserlaubnis entzogen werden. Das sagte FDP- Generalsekretär Dirk Niebel in Berlin. (Süddeutsche Zeitung 13.7.09)
Aber wir sollten uns nicht täuschen lassen. Wenn nach einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für “Bild am Sonntag” 72 Prozent der Befragten sich für eine Stilllegung des Atomkraftwerkes Krümmel in Schleswig-Holstein und anderen älteren Atomkraftwerken aussprechen, dann kann das die Wahlkampfstrategen von CDU und FDP nicht kalt lassen; schließlich ist am 27. September Bundestagwahl und man beabsichtigte ja, aus dem Atomausstieg wieder auszusteigen.
Aber auch Vattenfall, Betreiber des AKWs Krümmel, verspürt den Wind of Change: verlor das Unternehmen nach dem ersten Transformatorenbrand im Jahr 2007 rund 250.000 Kunden, wechseln nach der fast identischen Wiederholung des Störfalls jetzt zunehmend Stromkunden zu anderen Anbietern. Greenpeace Energy verzeichnet zurzeit mehr als 100 Neukunden pro Tag, beim größten Anbieter Lichtblick hat sich der Vertragseingang sogar von 300 auf 500 pro Tag erhöht.
Jeder Stromkunde kann persönlich seinen Ausstieg aus der Atomkraft erklären, in dem er zu einem Anbieter wechselt, der seinen Strom nur aus erneuerbaren Energien bezieht. Details finden Sie im Internet unter www.atomausstiegselbermachen.de.
Mit den erneuerbaren Energien hat die Umstädter FDP so ihre Schwierigkeiten. Ihr Geschäftsführer Herr Roth (Nomen est Omen?) wettert gegen die „Windkraft-Profiteure“, „die Grünen vor diesem Industrie-Lobby-Karren“ und gegen „bestimmte Interessentengruppen“, die „für ihr Klientel elegant absahnen können“. Eine solche Wortwahl erwartet man eigentlich eher von der Linkspartei als von der FDP; die FDP gegen Gewinn und freies Unternehmertum?
Was die erneuerbaren Energien betrifft Herr Roth, handelt es sich um eine umgangssprachliche Vereinfachung, die sich aber in der Bevölkerung durchgesetzt hat. Sie bezeichnet den Umstand, dass die zur Stromerzeugung eingesetzte Energie aus Sonne, Wind und Biomasse besteht und täglich durch die Einstrahlung der Sonne erneuert wird.
Und jetzt wischen Sie sich den Schaum vom Mund und legen die Lanze beiseite, mein treuer Ritter.
(Nachtrag vom 15.07.2009 zu einem Artikel von Herrn Roth (FDP) im Odenwälder Boten)
Geschrieben in Stadt | Keine Kommentare »
Atomkraft? – Nein Danke!
21.7.2009 von Christian Flöter.
Bei der bevorstehenden Bundestagswahl im September wird der Atomausstieg immer mehr zum Thema im Wahlkampf. Die Kraftwerksbetreiber wie Vattenfall und RWE setzen darauf, dass nach der Bundestagswahl eine schwarz-gelbe Mehrheit den Atomkonsens wieder rückgängig macht und die Laufzeit der Atomkraftwerke verlängert. Der baden-württembergische Ministerpräsident Oettinger (CDU) geht sogar noch weiter und will den Weiterbetrieb für 20 Jahre festschreiben; er schließt selbst den Neubau von Atomkraftwerken nicht aus.
Da kommt der Störfall in einem der jüngsten aber auch störanfälligsten Atomkraftwerke in Deutschland, in Krümmel der CDU und ihrer Kanzlerin gar nicht recht. Nach dem Brand im Sommer 2007 war der Reaktor gerade erst wieder angefahren worden und muss nun nach 2 kurz aufeinanderfolgenden Schnellabschaltungen für ein weiteres Jahr „repariert“ werden.
Die 2. Schnellabschaltung wurde durch einen Kurzschluss in einem der beiden Transformatoren ausgelöst. Damit wiederholte sich der Unfall von 2007, nur dass der Trafo diesmal nicht in Brand geriet. Eine nach dem Brand von der Atomaufsicht geforderte Überwachungseinrichtung wurde „vergessen einzubauen“ genauso wie die geforderte Stimmaufzeichnung in der Schaltwarte des Reaktors vergessen wurden.
Da der letzte Punkt ein wenig an die Blackboxes der Flugzeuge erinnert – schließlich soll in beiden Fällen ein Unfallhergang nachvollzogen werden – bieten sich auch andere Vergleiche zu Flugzeugen an.
Man stelle sich einfach mal vor, Vattenfall wäre eine Fluglinie und Krümmel eine der ältesten Maschinen der Flotte. Vor zwei Jahren musste der Flieger wegen eines Brands im Triebwerk notlanden. Seither wurde an ihm „repariert“. Als man nun nach 2-jähriger Bastelei die Maschine wieder startet, muss der Vorgang wegen ernsthafter Probleme abgebrochen werden. Bei der Untersuchung stellt sich heraus, dass die Feuerlöscheinrichtung im Triebwerk vergessen wurde einzubauen.
Im Fall der Luftfahrt wäre die Konsequenz eindeutig: Die Sicherheitsbehörden würden sofort einschreiten und die Maschine aus dem Verkehr ziehen. Eine eher noch strengere Aufsicht sollte man nun erwarten, wenn es um Atomkraft geht - um die gefährlichste zivile Technik, die der Mensch je schuf.
Doch wenn es um Atomkraft geht, beschränkt sich die zuständige Sozialministerin des Landes Schleswig-Holstein Gitta Trauernicht eine erneute Zuverlässigkeitsprüfung von Vattenfall anzuordnen. Auch der Bundesumweltminister Gabriel ist bisher eher durch starke Sprüche aufgefallen. Dabei liegen die Konsequenzen auf der Hand: das AKW Krümmel muss sofort stillgelegt werden. Vattenfall muss mangels Zuverlässigkeit die atomrechtliche Genehmigung entzogen werden; und dem AKW Krümmel die Betriebserlaubnis, weil die Technik offensichtlich nicht beherrschbar ist.
Aber auch die anderen AKWs müssen schnellstmöglich stillgelegt werden. Alle Reaktoren sind älter als 20 Jahre und entsprechen längst nicht mehr dem Stand der Technik. Durch die ständige harte Strahlung verspröden Reaktordruckgefäß und die Anlagen des Primärkreislaufes. Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr eines schweren Störfalls mit der Freisetzung von großen Mengen Radioaktivität.
So weit muss es nicht kommen. Dazu kommt, dass wir die Atomkraft nicht brauchen, um die Stromversorgung in Deutschland sicherzustellen. Das haben die Atombetreiber mit ihrer Taktik, die Laufzeiten über die Bundestagswahl 2009 hinaus zu retten, selbst bewiesen. Der Betrieb der Atomkraftwerke behindert den Ausbau der erneuerbaren Energien. Er nutzt nur den Betreibern, weil er ihnen zusätzliche Milliarden in die Kasse spült. Noch nicht einmal der Strom wird durch den Weiterbetrieb billiger.
Wer am Atomausstieg festhalten will, der muss bei der Bundestagswahl am 27. September das Original wählen: Bündnis 90/Die Grünen!
(Nachtrag vom 08.07.2009)
Geschrieben in Stadt | Keine Kommentare »